Die Kriegsrohstoffabteilung unter Walther Rathenau

In der Hedemannstraße 12 in Berlin-Kreuzberg erinnert eine Gedenktafel vor dem ehemaligen Sitz der Kriegsrohstoffabteilung aus dem Ersten Weltkrieg an deren Gründer Walter Rathenau. Rathenau war eine bekannte Persönlichkeit des Kaiserreiches und der Weimarar Republik. Im von seinem Vater gegründeten Elektrokonzerns AEG nahm er eine leitende Rolle ein; er war liberaler Politiker, deutscher Außenminister und machte sich zugleich mit seiner ausgedehnten publizistischen Tätigkeit einen Namen. 1922 fiel er einem antisemtischen Anschlag zum Opfer, der von der rechtextremen „Organisaion Consul“ verübt wurde. Deren Beziehungen zu den Nazis waren bekannt – die Erinnerungstafel wurde daher auch 1933 vorübergehend entfernt.

Dass Walter Rathenau auch aktiv in die deutsche Kolonialpolitik im frühen 20 Jahrhundert verwickelt war, das ist bislang weniger häufig ein Thema gewesen. Rathenau verfasste Berichte zu den überseeischen Kolonien und war vor und im Ersten Weltkrieg ein maßgeblicher Verfechter der expansionistischen Mitteleuropa-Idee. Seine Beziehung zum Thema Kolonialismus in Afrika rührte vor allem von seiner Bekanntschaft mit Bernard Dernburg.. Dernburg kam eigentlich aus der freien Wirtschaft, wurde aber 1907 Staatssekretär und damit Leiter des Reichskolonialamtes. Dernburg war  als Protestant aufgewachsen, wurde aber aufgrund seiner Herkunft weiter als Jude wahrgenommen. Seine Nominierung für ein so hohes Amt erschien als bedeutender Schritt für assimilierte Juden und Rathenau verstand dessen Ernennung auch als eine Unterstützung für seine eigenen politischen Ambitionen. Dernburg und Rathenau lernten sich kennen, kurz bevor Dernburg 1906 zunächst stellvertretender Direktor der Kolonialabteilung im Auswärtigen Amt wurde. Die offenkundige Sympathie zwischen beiden führte dazu, dass Denburg Rathenau einlud, als inoffizieller Berater an seinen Afrikareisen teilzunehmen.[1] Im Juli 1907 brach die Delegation, begleitet von Pressevertretern, zunächst in Richtung Mombasa auf.

Es war erst das zweite Mal, dass ein Kolonialsekretär die Metropole verließ, um die sogenannten „Schutzgebiete” zu besuchen.[2] Die Reise und auch die Begleitung durch die Presse zeigte die wachsende Bedeutung der Kolonialangelegenheiten in der Innenpolitik. Das Thema hatte zuvor immer wieder für Streit gesorgt. Knapp ein Jahr vor der Reise hatte die Regierung angesichts der Aufstände der  Ovaherero und Nama in der Kolonie Deutsch-Südwest (DSW) einen Nachtragshaushalt beantragt – etwa 30 Millionen Mark Staatsausgaben sollten in die Befriedung der Kolonie fließen. Der Haushalt wurde abgelehnt – vor allem Sozialdemokratie und Abgeordnete des katholischen Zentrums kritisierten die genozidale Kriegführung. Zugleich kamen auch die Kämpfe in Deutsch-Ostafrika (DOA) mehr und mehr in die Schlagzeilen – die sogenannte Majimaji[3]-Bewegung wurde ebenfalls mit Vernichtungsmaßnahmen bekämpft. Ende 1906 löste der Kaiser das Parlament auf; die folgenden Wahlen waren so stark von Kolonialpolitik geprägt, dass die Presse sie als „Hittentotten-Wahlen“ bezeichnete, schon danals eine rassistische Bezeichnung für die Nama.[4]

Angesichts der Skandale und der Aufstände sollte Dernburg eine reformistische Wende in der  Kolonialpolitik einleiten[5] – und Dernburg suchte mit Rathenau einen unabhängigen Berater, der sich vor allem in wirtschaftlichen Fragen auskannte. Rathenau nahm auf eigene Kosten an der Reise teil; auch seine späteren Berichte schrieb er ohne jede Bezahlung – das wurde damals so erwartet. Die Gruppe fuhr zunächst nach Mombasa und Sansibar, bevor sie in DOA landete, wo sie Dar es Salaam, Tanga, den Kilimandscharo, den Nyanza-See (Viktoriasee), Tabora und Mwanza besuchten. Wie bei jeder kolonialen Expedition wurden sie von Mitgliedern der Kolonialtruppen und etwa 300 Träger*innen eskortiert.[6] Rathenaus Tagebuch zeigt, dass er sich mit dem Habitus der Weißen vor Ort nicht unbedingt anfreunden konnte. Gleich nach der Landung in Dar es Salaam im August 1907 schrieb er kritisch über „mittelwertige Weiße, die in der Superiorität und Proskynese nicht Verantwortung, sondern Befriedigung des Tyrannisgefühls sehen”.[7]

Allerdings lehnte sich Rathenaus Ostafrika-Tagebuch an typische koloniale Reiseberichte der Zeit an: Romantische Beschreibungen von Flora und Fauna standen neben einer exotisierenden und objektifizierenden Ethnographie der lokalen Bevölkerung. Seine Beobachtungen schwankten zwischen Faszination und rassistischer Verachtung. Seiner Meinung nach waren ostafrikanische Gemeinschaften „ohne Tradition und Geschichte”[8], wobei er den Einfluß der gewalttätigen europäischen Landnahme einfach unterschlug. Im Oktober 1907 kehrte Rathenau nach Deutschland zurück.

Als das Budget der Kolonialabteilung für das darauffolgende Jahr vom Reichstag genehmigt war, brachen Dernburg und Rathenau zu ihrer zweiten Reise auf, diesmal ins südliche Afrika. Zwischen Mai und August 1908 reisten sie in der Kapkolonie, von Kapstadt entlang der Küste nach Durban, dann Johannesburg, Pretoria und Kimberley. In Pretoria trafen sie sich mit prominenten weißen südafrikanischen Politikern, darunter Premierminister Louis Botha und seinen Nachfolger Jan Smuts. Smuts wurde später ein glühender Befürworter der „Rassen“-Trennung, und war maßgeblich an der Durchsetzung der Apartheid beteiligt. Anschließend fuhren sie mit dem Zug in Richtung Norden nach Bulawayo (Simbabwe), Livingstone (Sambia), bevor sie ihre Reise in DSW beendeten. In der deutschen Siedlerkolonie wurde Rathenau Zeuge der offiziellen Eröffnung der neu ausgebauten Eisenbahnstrecke Lüderitz-Keetmanshoop, einer Strecke, die auch durch Zwangsarbeit von Herero- und Nama-Gefangenen unter unmenschlichen Bedingungen gebaut worden war.[9] Dernburg und Rathenau statteten den Angehörigen des kolonialen Militärs wie zahlreiche höfliche Besuche ab, viele davon waren  für völkermörderische Gewalt vor Ort verantwortlich.

Rathenau und Dernburg besuchten auch mehrere Bergbau-Gruben im südlichen Afrika. Die Frage der Gewinnung, des Transports und des Exports von Diamanten (in Premier und bei Lüderitz), Kupfer (in Areacha), Marmor (in Karibib), Asbest (in Koegas) und anderen Mineralien (in Tsumeb) schienen ganz oben auf ihrer Agenda zu stehen. Rathenau hoffte, dass die Kolonien durch die Investition in die Rohstoffgewinnung rentabel werden könnte, insbeosndere ging es ihm um Mineralstoffe.[10] Obwohl seine Tagebucheinträge von dieser Reise deutlich kürzer sind als jene aus Ostafrika und damit wenig von seinen persönlichen Eindrücken über Land, Leute und Kolonialverwaltung bieten, nahm er offenbar die unmenschliche Durchsetzung der „Rassen“-Trennung, die alltägliche Gewalt gegen die lokale Bevölkerung den den Einsatz genozidaler Methoden sehr stark war.[11]

Mitte November 1907 hatte Dernburg den ersten Berichts Rathenau an Reichskanzler Bernhard von Bülow geschickt, der sich sehr angetan davon und auch von Rathenau selbst zeigte. Der zweite, deutlich kritischere Bericht über Südwest dagegen stieß auf sehr wenig Gegenliebe – Dernburg sahe darin eine Einmischung, eine geplante Ordensverleihung an Rathenau wurde immer wieder verschoben und er sah sich vorübergehend politisch kaltgestellt.[12] Rathenau verurteilte in seinem Bericht die militärischen Maßnahmen, bezeichnete das Verhalten der Militärs als „demütigend“ und an der Grenze der „Sklaverei“.[13]  Er kritisierte die Internierung in Lagern, die Massaker und den 1904 von General von Trotha gegen die Herero proklamierten „Vernichtungsbefehl“.[14] De Schlacht am Waterberg gegen die Ovaherero und die anschließende Verdrängung der Bevölkerung in die Wüste hielt er für „die größte Atrozität, die jemals durch deutsch Waffenpolitik hervorgerufen wurde: das nämlich eine ganze Nation mit Weib und Kind in wochenlangem Todeskampf verschmachtete“ (Ibid: 106).[15] Den von den Ovaherero und Nama geführten Krieg bezeichnete er sogar als „legitim“, da der Widerstand aufgrund einer Kolonialpolitik entstanden sei, die der lokalen Bevölkerung ihre Lebensgrundlagen beraubt hätte, also einschließlich Land und Vieh.[16] Der Bericht wurde zurückgehalten und erst mehere Jahre nach seinem Tod, 1928, in den „Nachgelassenen Schriften“ veröffentlicht.

Doch die Kritik darf nicht darüber hinwegstäuschen, dass Rathenaus Interventionen – im Einklang mit denen Dernburgs – auf eine Reform der Kolonien zielte, keineswegs auf deren Abschaffung. Die Grundprinzipien des Kolonialismus stellte er nicht in Frage. Als Bewunderer des Empires nannte er die Briten oft als Vorbild – die zweite Reise der Dernburg-Delegation führte auch zunächst nach London, zu beratungsgesprächen mit dortigen Kolonialbeamten. Rathenau lobte die britische Außenpolitik als Quelle wirtschaftlichen Profits[17] und kontrastierte sie der von ihm beobachteten schlechten Planung und „aussichtslose“ Gewaltherrschaft in den deutschen Kolonien (Ibid: 110-11).[18] Er betrachtete die Bevölkerung vor Ort als  unfähig an, eine eigene Wirtschaft, Landwirtschaft und Landpolitik zu betreiben und hielt deren „Beleuchtung“ durch die Europäer für notwendig (Rathenau, Erwägung Deutsch-Ostafrika: 150). Dabei schien sich der Not und der Ansprüche afrikanischer Anführer durchaus bewusst zu sein[19] und forderte Regelungen, um die exzessive Anwendung von Gewalt zu begrenzen.[20] Für Ostafrika forderte Ratehnau aber kein Ende der Landnahme, nur mildere Methoden. Er wollte dort die Zwangsarbeit, beenden, aber im Ergebnis sollte sie durch die Ausbeutung von „freier“ Arbeitskraft vor Ort ersetzt werden.[21] Diese Umstellungen sollten der Reantabilität der Kolonien dienen – dem Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen, Kautschuk oder Mineralstoffen. Für Südwestafrika befürwortete Rathenau die „Rassen“-Trennung durch die Schaffung von Reservaten für indigene ethnische Gruppen – nach britisch-südafrikanischem Vorbild.[22]

Rathenau verfolgte seine politische Karriere trotz zahlreicher und einer Abneigung gegen Parteipolitik weiter.[23] Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges bot er dem deutschen Kriegsministerium sein technisches Know-how an. Er wurde berufen, die Rohstoffversorgung für den Krieg zu leiten und gründete die Kriegsrohstoffabteilung (KRA), deren Sitz die gesamte Straßenfront der Hedemannstraße in Berlin-Kreuzberg einnahm.[24] Da die britische Seeblockade an der Beschaffung ausländischer Rohstoffe hinderte, sollte die KRA die Verarbeitung der vorhandenen Rohstoffe überwachen und verteilen. Als Direktor der KRA setzte sich Rathenau aber auch konsequent für die gewaltsame Beschlagnahmung von Rohstoffen aus den von Deutschland in Europa besetzen Gebieten ein. Bereits zu Beginn des Krieges verfasste Rathenau eine Denkschrift, in der er seine früheren Gedanken zu einem deutsch dominierten „Mitteleuropa“ neu formulierte. Nur der – zur Not militärisch herbeigeführte – Zollanschluß von Österreich-Ungarn könne das deutsche Reich neben Frankreich, Großbritannien und Russland als Weltmacht etablieren.[25] Im Krieg sah Rathenau ein Möglichkeit zur Verwirklichung dieser Konzeption.  Seine Vorschläge haben zweifellos eine Rolle gespielt bei der Ausformulierung des expansionistischen „Septemberprogramms“ der Regierung des Reichskanzlers Theobald von Bethmann-Hollweg, das nicht nur ein deutsch dominiertes, wirtschaftlich geeintes Europa vorsah, sondern auch eine Erweiterung des deutschen Kolonialbesitzes zu einem territorial durchgängigen „Mittelafrika“.

Es ist deutlich geworden, dass Rathenau stets die Perspektive des Deutschen Reiches vertreten hat, was auch bedeutete: Eine Perspektive europäischer Überlegenheit in Übersee, eine Perspektive von Weltmacht- und Führungsanspruch in Europa selbst. Erstaunlich ist, dass Rathenau sich immer wieder  mit Antisemitismus konfrontiert sah und diesen auch thematisierte, wenn er sich etwa als „Bürger zweiter Kalasse“ charakterisierte  (Zitiert nach Joll: 19), diese Erfahrungen mit rassistischer Diskriminierung aber zu keinem Zeitpunkt auf die Situation der Bevölkerung in den Kolonien übertrug – der Glaube an die europäische Überlegenheit verließ ihn nie. Eine Parallele zur Siuation der Juden in Europa sah er nur in der Lage der vor Ort lebenden Händler*innen indischer Herkunft, die von der schwarzen Bevölkerung angefeindet wurden.[26] Rathenau hat aber ohne Zweifel besonders im Hinblick auf Südwest die Völkermordpraktiken angepangert und dafür auch persönliche Kosten im Konflikt mit Regierung und Kolonialverwaltung in Kauf genommen.

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Zitieren des Artikels

Die Kriegsrohstoffabteilung unter Walther Rathenau. In: Kolonialismus begegnen. Dezentrale Perspektiven auf die Berliner Stadtgeschichte. URL: https://kolonialismus-begegnen.de/geschichten/1914-die-kriegsrohstoffabteilung-kra-unter-walther-rathenau-nimmt-in-der-hedemannstrasse-ihre-arbeit-auf/ (19.07.2021).

Literatur & Quellen

[1] Volkov, Shulamit: Walther Rathenau. Ein jüdisches Leben in Deutschland, München: 2012. C.H. Beck. S. 142ff.

[2] Der erster war der ehemalige Leiter der Kolonialabteilung des Auswärtigen Amtes, Paul Kayser, der 1892 nach Ostafrika reiste.

[3] Die Schreibweisen des Majimaji-Krieges sind in der Literatur unterschiedlich. Hier verwende ich das zusammengeschriebene „Majimaji” und folge damit der Empfehlung von Nancy Rushohora. Sie schreibt: “Die Verwendung des Begriffs ‚Majimaji‘ […] bewahrt die Swahili-Bedeutung und Identität, ein Anliegen, das für unser Verständnis des Krieges wichtig ist. Die Tatsache, dass so wenige Expert*innen des Krieges derzeit diese Nomenklatur verwenden, spiegelt ein größeres Problem mit wissenschaftlichen Beiträgen über den Krieg wider: Sehr wenig von der Forschung, die durchgeführt wurde, … befasst sich mit der tansanischen Perspektive, insbesondere damit, wie die Erinnerungen an den Krieg in den modernen südtansanischen Gemeinden nachhallen” (Rushohora: 483, Übersetzung aus dem Englischen vom Autor). Es wird geschätzt, dass etwa 200.000 Afrikaner*innen während dieses Konflikts getötet wurden.

[4] Dieser Begriff wurde im Deutschen, Englischen, Afrikaans, Niederländischen und Französischen verwendet, um die verschiedenen Nationen der Khoi, Khoisan, Griqua und Nama zu bezeichnen. Dieservon holländischen Siedlern geprägte abwertende Begriff bedeutete „Stotterer”, da viele europäische Kolonialisten nicht verstanden, dass die Klicklaute der Khoe-Sprachen tatsächliche Phoneme sind.

[5] Terkessidis, Mark: Wessen Erinnerung zählt? Koloniale Vergangenheit und Rassismus heute. Hamburg: 2019. Hoffmann und Campe. S.95.

[6] Siehe Rathenau, Walther: Tagebuch 1907-1922, Hg. von Strandmann, Hartmut Pogge. Düsseldorf: 1967. Droste Verlag. S. 68.

[7] Zit. Nach ebd.: S. 61.

[8] Ebd.: S. 69.

[9] Siehe “Lüderitzbucht – Kubub”. Deutsche Kolonialzeitung. Bd. 37. 15.09.1906: S. 361.

[10] Rathenau, Walther: Denkschrift über den Stand des Südwestafrikanischen Schutzgebietes. In: Rathenau 1967: S. 104.

[11] Vgl. seine detaillierte Beschreibungen der sozialen Verhältnisse (Ebd.: S. 107-108).

[12] Vgl. Volkov 2012: 158f.

[13] Vgl. Rathenau 1967: S. 106.

[14] Vgl. Ebd.: S. 103-107.

[15] Vgl. Ebd.

[16] Vgl. Ebd.

[17] Vgl. Rathenau, Walther: Vier Nationen. In: ders.: Reflexionen. Leipzig: 1908. S. Hirzel. S. 119-121; Rathenau, Walter: Englands Industrie. In: ders. 1908: S. 134-142. Hier: S. 140-142; Rathenau 1967: S. 108-111.

[18] Vgl. seine starke Kritik der finanziellen Lage des Militärs und der Landwirtschaft in Südwestafrika (siehe Rathenau 1976: S. 113ff.)

[19] Vgl. Rathenau 1967: S. 104f. und S. 110.

[20] Rathenau, Walter: Erwägung über die Erschließung des deutsch-ostafrikanischen Schutzgebietes. In: ders. 1908: S. Hirzel: 143-198. Hier S. 194.

[21] Vgl. Ebd..

[22] Vgl. Rathenau 1967: S. 108-111.

[23] Joll, James: Prophet ohne Wirkung. Eine biographische Skizze. In: Rathenau 1967: S. 39-40.

[24] Als Mitarbeiter der Kriegsrohstoffabteilung zählte auch der ehemalige Kolonialbeamte Hans Gruner, der von 1892 bis 1914 im Deutsch-Togo verschiedene Kolonialstationen leitete und brutale Expeditionen gegen die lokale Bevölkerung führte (vgl. Staatsbibliothek zu Berlin. Handschriftenabteilung, Nachl. 250, Mappe 60).

[25] Vgl. Fischer, Fritz: Griff nach der Weltmacht. Die Kriegszielpolitik des kaiserlichen Deutschland 1914-18. Düsseldorf: 2013. Erste Auflage 1961. Droste Verlag. S. 96.

[26] Sein Vergleich bleibt jedoch jeglicher Nuance angesichts der unterschiedlichen Machtverhältnisse und rassistische Hierarchien entbehrt. Er schreibt: „Die Inderagitation ist die afrikanische Ubersetzung des Antisemitismus und beruht analog dem letztgenannten auf der unbestreitbaren Tatsache, daß die Konkurrenz des Inders lästig ist“ (Rathenau 1908: S. 164).

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