Der Protest chinesischer Studenten gegen den Film Die Herrin der Welt

An der Kantstraße 130b/131 an der Ecke zur Leibnizstraße befand sich ab 1923 das Tientsin – das vermutlich erste asiatische Restaurant Berlins. Geleitet wurde es von Wen Tsaitien, einem ehemaligen Koch der chinesischen Gesandtschaft. Mehrere großformatige Fenster zogen sich über die gesamte Hausfront bis zur belebten Kreuzung. Abgesehen von den chinesischen Schriftzeichen an einer Seite unterschied sich das Tientsin „mit seinen weiß gedeckten Tischen und den befrackten deutschen Kellnern nicht von einem guten deutschen Restaurant.“[1] Es passte zum internationalen Publikum, das in Charlottenburg verkehrte und entwickelte sich rasch zum Treffpunkt für sämtliche Asiaten in Berlin: Neben Chinesen, besuchten auch Japaner, Mongolen und Inder das Lokal, oft in europäischer Damenbegleitung.

Das Berlin der Weimarer Republik bot Migranten und politischen Aktivisten aus der kolonialen Welt ein besonderes Umfeld. Nach der Niederlage im Ersten Weltkrieg musste Deutschland im Zuge der Bestimmungen des Versailler Vertrages alle seine Kolonien aufgeben, darunter auch Kiautschou (Jiaozhou) mit der Stadt Tsingtau (Qingdao) im Nordosten Chinas. Dieses Gebiet ging – zur Enttäuschung Deutschlands und Chinas – in japanische Verwaltung über.

China selbst hatte in den Jahren zuvor tiefgreifende politische Umwälzungen erlebt: Auf den Sturz des Kaiserreichs der Qing als letzter Dynastie war 1912 die Ausrufung der Republik unter der Führung Sun Yatsens gefolgt. Im Zuge der Reformbewegung verließen zehntausende, überwiegend männliche Chinesen ihre Heimat, um im westlichen Ausland zu studieren und mit dem dort erworbenen Wissen einen Beitrag zur Modernisierung ihres Landes zu leisten. Sie finanzierten ihre Ausbildung mit staatlicher Unterstützung oder Stipendien ihrer jeweiligen Heimatprovinz. Einige kamen auch aus wohlhabenden Familien, die sie großzügig unterstützten. Bis heute gilt in China der Abschluss an einer ausländischen Hochschule als „23 Karat“ und Voraussetzung für eine erfolgreiche Karriere.[2] Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft einte die Studenten die Hoffnung auf ein souveränes China frei von ausländischem Einfluss. Uneinig waren sie sich jedoch in der Frage, wie dieses Ziel zu erreichen sei.

Chinesische Studenten in Berlin

Die ersten chinesischen Studenten waren schon Ende des 19. Jahrhunderts in die Reichshauptstadt gekommen. An der Friedrich-Wilhelms-Universität (heute Humboldt-Universität zu Berlin) studierten sie anfangs vor allem geisteswissenschaftliche Fächer wie deutsche Literatur, Philosophie und Theologie. Gleichzeitig waren an der Technischen Hochschule zu Berlin junge Chinesen eingeschrieben, die sich in Richtung Naturwissenschaften orientierten oder eine Ausbildung in Maschinenbau, Ingenieurwesen und Militärwissenschaften anstrebten.[3] Im Jahr 1902 gründeten zwanzig von ihnen den Club der chinesischen Studenten in Deutschland.[4] Dieser wurde 1926 offiziell beim Amtsgericht als Verein der chinesischen Studenten in Deutschland eingetragen. In einem großzügigen Altbau in der Kantstraße 118 hatte der Verein auf der Hofseite mehrere Räume angemietet. Neben einer kleinen Bibliothek war auch ausreichend Platz vorhanden für öffentliche Veranstaltungen, studentische Treffen und Freizeitvergnügen, wie etwa Tischtennis. Laut Satzung waren „Erörterungen politischer Fragen innerhalb der Clubräume wie bei Veranstaltungen außerhalb streng verboten.“[5] Doch das beeindruckte die nationalbewussten jungen Männer wenig.

Nach der Gründung der Republik China unter dem provisorischen Präsidenten Sun Yatsen 1912 spitzten sich die politischen Differenzen zwischen konservativen und linksrevolutionären Anhängern innerhalb der Nationalpartei (Kuomintang) zu. Mit der Gründung der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) 1921 und dem Tod Sun Yat-sens 1925 kam es auch unter den chinesischen Studenten in Berlin vermehrt zu Auseinandersetzungen. Im August 1925 lieferten sich Anhänger der Kuomintang und Aktivisten der KPCh, die eng mit der Kommunistischen Partei Deutschlands zusammenarbeiteten, eine heftige Schlägerei um die Räume des Vereins der chinesischen Studenten, die beide Gruppen für sich beanspruchten. Nachdem sich die „linken“ Studenten in einen Hauptverband der chinesischen Studenten abgespalten hatten, kam es mehrmals zu handgreiflichen Auseinandersetzungen.[6]

In der Reichshauptstadt waren die chinesischen Studenten gern gesehene Gäste, die als „Modernisierungsagenten“ ein positives Bild des Deutschen Reichs in ihrer Heimat vermitteln sollten.[7] Von der Presse wurden sie als „Hornbrillentypen, mit fein zurückgekämmtem Haar“ beschrieben, die mit ihrem eleganten Auftreten das Berliner Stadtbild in Charlottenburg prägten.[8] Die meisten von ihnen lebten in der Kantstraße und Umgebung. Die Söhne aus reichem Elternhaus konnten es sich leisten, in den großbürgerlichen Wohnungen zur Untermiete zu wohnen. Manche waren auch Gast bei einer verwitweten Pensionswirtin, die natürlich nur Gutes über die „vollendeten Manieren“ und das angenehme Benehmen ihrer Mieter zu berichten wusste. So zumindest sah es die Presse. Sie vermutete sogar, dass „der Klang des Namens Kant seine Anziehungskraft ausgeübt hat. Vom Wort Kant zu Kanton ist kein weiter Weg.“[9] Auch wenn viele Studenten aus dem Süden Chinas und sogar aus der Provinz Kanton (heute Guangdong) kamen, waren es vor allem praktische Gründe, die für die Wahl der Wohngegend sprachen: Die Kantstraße befand sich nahe der Technischen Hochschule zu Berlin, der 1920 gegründeten Hochschule für Politik sowie der chinesischen Gesandtschaft am Kurfürstendamm 218. Das chinesische Kaiserreich hatte das schmale Gebäude mit der kleinen, zum Boulevard führenden Freitreppe 1902 für 350 000 Reichsmark von einem Privatbesitzer erworben.[10] Die neue Residenz mit ihren vier Etagen war ursprünglich als Wohnhaus mit vielen Räumen errichtet worden. Diese waren allerdings nicht groß genug für repräsentative Empfänge, wie der spätere Gesandte W.W. Yen bemängelte. Er beklagte, dass der Kurfürstendamm einmal eine elegante Wohnstraße in Charlottenburg gewesen sei, „aber 1913 war sie [die Wohnstraße] nur noch eine überfüllte Hauptverkehrsstraße, angefüllt mit Cafés und Geschäften.“[11] Das städtische Leben war für die jungen Chinesen aber mit ein Grund hier zu wohnen.

Proteste gegen den Film Die Herrin der Welt

Bei gemeinsamen Treffen mit Freunden, im Studentenverein oder im chinesischen Restaurant diskutierten die angehenden Akademiker leidenschaftlich die politische Lage in ihrer Heimat. Die gebildeten und weltoffenen Intellektuellen verstanden sich als Vertreter eines modernen Chinas und wehrten sich gegen Klischees und Vorurteile, die ihr Land mit der »gelben Gefahr« und der deutschen Kolonisierung Kiautschous in Verbindung brachten. Ihre Proteste etwa gegen Vorlesungen des nationalkonservativen Akademischen Kolonialbundes 1926 oder den Besuch des japan-freundlichen Generals Hsü in Berlin im gleichen Jahr drangen allerdings kaum an die deutsche Öffentlichkeit.[12]

Anders verhielt es sich bei den Auseinandersetzungen um die Filmreihe Die Herrin der Welt, deren erste drei Teile teilweise in China spielten. Unter den chinesischen Studenten war es nach Sichtung der Filme im Januar 1920 zu heftigen Diskussionen gekommen. Mitglieder des Studentenvereins und chinesische Journalisten wandten sich mit ihrer Kritik an die Öffentlichkeit und bezeichneten die Produktion als Relikt kolonialen Denkens und stereotyper Vorurteile des vorigen Jahrhunderts.[13] Wortführer war ein 21-jähriger Student namens Hu Shuhua. Hu stand der Kuomintang nahe und hatte in Berlin Eisen- und Hüttenkunde an der Technischen Hochschule studiert. Nach seinem Diplomabschluss 1920 war er in Deutschland geblieben und hatte unter anderem ein Jahr bei der Firma Krupp in Essen gearbeitet.[14]

Weshalb war es zu den Protesten gekommen? Mit dem Verlust der deutschen Kolonien setzte die hiesige Filmwirtschaft auf den Erfolg aufregender Abenteuer- und Sensationsfilme. In den Filmateliers der Universum-Film Aktiengesellschaft (Ufa) entstanden monumentale Produktionen, die sich an den Unterhaltungswünschen des Publikums orientierten und exotische Phantasiewelten heraufbeschworen.[15] Zu den Gründen für diesen Trend schrieb der polnische Filmhistoriker Jerzy Toeplitz: „Den Träumen von kolonialer Expansion und von Versuchen, sie zu realisieren, war ein Ende gesetzt! Es lohnte sich, im Film an die Träume zu erinnern.“[16] Eine dieser Produktionen war die achtteilige Filmserie Die Herrin der Welt.

Für den Produzenten Joe May stand dabei einiges auf dem Spiel. Der Film sollte nicht nur ein Kassenerfolg werden, sondern auch die nach dem Ersten Weltkrieg eingeschränkte Zulassung deutscher Produktionen im Ausland – speziell in den USA – begünstigen. Bereits während der Planungen hatte May das Projekt als „Propagandafilm für die deutsche Kinoindustrie“ bezeichnet und großspurig verkündet: „Man braucht kein Prophet zu sein, um sagen zu können, dass er [der Film] den Auslandsmarkt, auch den des bisher feindlichen Auslands, erobern wird […].“[17] Dazu hatte er für seine May-Film GmbH ein riesiges Gelände in Woltersdorf nahe Erkner erworben. Dort versuchte er „den größten Teil der Welt in der Umgebung von Berlin [zu] rekonstruieren.“[18] Auf dem Terrain mit seinen Anhöhen, Obstplantagen und Buschwerk hatte May in kürzester Zeit eine afrikanische und asiatische Phantasiewelt anlegen lassen. Zur chinesischen Szenerie gehörten Pagoden, Rundbrücken und Straßenzüge samt einem Krämerladen.[19] Kostüme und Requisiten lieferte die Charlottenburger Firma Verch & Flothow. Leopold Verch hatte sich als Verleiher von Kostümen, Uniformen, Schmuck und Waffen für Theaterinszenierungen bereits einen Namen gemacht. Im Juni 1919 begannen die Dreharbeiten für die ersten drei Teile des Films: Die Freundin des gelben Mannes, Die Geschichte der Maud Gregaards und Der Rabbi von Kuan-Fu. Das Drehbuch basierte auf einer Romanvorlage des österreichischen Journalisten Karl Figdor.

China auf der Leinwand

Der erste Teil der Reihe, Die Freundin des gelben Mannes, erzählt die Geschichte der jungen Dänin Maud Gregaards. Er bedient das gesamte Spektrum kolonialer Vorstellungen von China als einer fremden und gefährlichen Kultur. Die Handlung entsteht aus den Gegensätzen zwischen der weißen Hauptprotagonistin, ihrem chinesischen Freund und der Masse gesichtsloser Chinesen. Aufgrund einer Zeitungsanzeige will Maud, gespielt von Mia May, der Ehefrau des Produzenten, eine Stellung als Erzieherin in der chinesischen Hafenstadt Kanton (heute Guangzhou) annehmen. Auf der Überfahrt lernt sie den an einer europäischen Universität promovierten, chinesischen Mediziner Dr. Kien-Lung kennen. Mit seiner westlichen Kleidung und seinem kultivierten Benehmen hebt er sich von seinen im Film als ungebildet porträtierten Landsleuten ab. Bei der Ankunft in China entdeckt Maud, dass sie getäuscht worden ist. Statt als Erzieherin zu arbeiten, landet sie in einem Bordell, wo sie gedemütigt und vergewaltigt wird. Mit Hilfe Kien-Lungs, der selbst von dem Bordellbesitzer gefoltert wird, gelingt es dem dänischen Konsul, sie zu befreien. In dessen Haus findet sie Schutz vor all den Chinesen, die „als besonders grausam, skrupellos und sadistisch“ dargestellt werden.[20] Die Figur des europäisierten Chinesen Kien-Lung bleibt auch in den anderen Teilen der Filmreihe ambivalent. Letztlich akzeptiert ihn Maud am Ende des ersten Teils nicht als gleichwertigen Partner, indem sie seinen Heiratsantrag ablehnt.[21]

Die Kritik der Studenten richtete sich besonders gegen Henry Sze – einen chinesischen Kommilitonen, der die Rolle des Dr. Kien-Lung übernommen hatte. Zum Zeitpunkt des Drehs war er eigentlich noch Student, später legte er sein Diplom als Ingenieur ab und trat noch in einigen wenigen weiteren Filmen auf. Er wohnte in der Düsseldorfer Straße 48 in Wilmersdorf und wurde in einem Handbuch für Schauspieler, Regisseure und Schriftsteller von 1921/22 als „Chinese, exotische Charakterrollen“ aufgeführt.[22] Während Sze in der Rolle als verständnisvoller Freund der weißen Frau in seinem äußeren Erscheinungsbild und Auftreten ganz europäisiert auftrat, bildeten Hunderte chinesischer Komparsen die namenlose Masse bezopfter Chinesen. In den Augen seiner Landsleute hatte er auf diese Weise seine chinesische Identität aufgegeben und Verrat an seinem eigenen Volk begangen.[23]

Die Auseinandersetzung führte zu Stellungnahmen von Vertretern deutsch-chinesischer Gruppen und verschiedener China-Organisationen. Im Zuge der Diskussionen um die rassistischen und kolonialen Vorurteile des Films setzten die Mitglieder des chinesischen Studentenvereins geschickt verschiedene Formen des Protests ein. Sie erhielten Unterstützung durch Stellungnahmen angesehener China-Experten, Akademiker und Vertreter verschiedener Wirtschaftsorganisationen. Als einer der ersten setzte sich Max Linde, Generalsekretär des Verbands für den Fernen Osten, ausführlich mit dem Inhalt des Films auseinander. Fassungslos stellte er die hypothetische Frage: „Wie war es möglich, dass eine unserer größten Filmgesellschaften ein solches Machwerk ins deutsche Volk warf, um Tag für Tag, Abend für Abend ungezählten Tausenden ein Bild von China und seinen Verhältnissen zu geben, nach dem die vierhundert Millionen Chinesen als der Auswurf der Menschheit erscheinen.“[24] Linde ging ausführlich auf einzelne Filmszenen und die Charakterisierung der chinesischen Bevölkerung ein. Insbesondere der Bordellwirt werde als grausamer Chinese gezeichnet, der sich mit seinem „steinharten Gesicht, in dem sich kein Muskel rührt […] an der qualvollen Angst und Pein seines Opfers“ weide.[25] Um ihren Protesten stärkeren Ausdruck zu verleihen, wandten sich die Studenten an das Auswärtige Amt und forderten ein Ausfuhrverbot für den Film. Am 16. Januar 1920 untersagte der Reichskommissar für Ausfuhrfragen auf Weisung des Auswärtigen Amtes die Ausfuhr der Teile I und III.[26] Die Presseabteilung der Ufa konterte mit einer allgemeinen Stellungnahme und erklärte, der „männliche Held des ersten Teils des Films [ist] ein durchaus sympathisch gezeichneter edler Chinese.“ Außerdem gebe es überall auf der Welt Bordelle und es sei doch bekannt, „dass diese Bordelle gerade in Kanton Blumenboote genannt werden und eine Spezialität dieser Stadt bilden.“[27]

Nach einer zweiten Vorführung im März 1920, an der neben Chinaexperten auch ein Vertreter des Auswärtigen Amtes teilnahm, verlangten die Studenten ein Aufführungsverbot des Films in Deutschland. Ein Ausschuss des chinesischen Studentenvereins beschloss, „aufs Schärfste gegen den Film ‚Herrin der Welt‘ zu protestieren.“ Gleichzeitig verteilten die Studenten ein Flugblatt, in dem sie „besonders den I. und II. Teil als ein hetzendes Werkzeug gegen das chinesische Volk [bezeichneten], das die Herabsetzung der chinesischen Moral und Kultur aufs Tiefste in das Herz des deutschen Volkes festwurzeln wird.“[28] Unterschrieben war das Flugblatt von oben erwähntem Wortführer des Protests Hu Shuhua. Neben weiterer inhaltlicher Kritik an allen drei Teilen wurde in der Protestnote auf die bisher freundschaftlichen deutsch-chinesischen Beziehungen verwiesen. „Die neue deutsche Regierung hat unseres Erachtens keinen Anlass, sich ein fremdes Volk zum Feind zu machen.“[29] Nach zahlreichen Treffen, Gutachten und Gesprächen wurden schließlich auf persönliche Entscheidung des Produzenten Joe May hin zahlreiche Änderungen vorgenommen. Der Film spielte nun nicht mehr in Kanton, sondern in einer fiktiven Stadt Lön-San und Maud wurde nicht in ein Bordell, sondern in ein undurchsichtiges Etablissement entführt, wo sie als Tänzerin arbeiten musste. Alle Änderungen wurden in die bis heute erhaltene Fassung aufgenommen, so dass das Ausfuhrverbot des Auswärtigen Amtes schließlich im September 1920 aufgehoben wurde.[30]

Welches Bild von China das begeisterte Berliner Publikum verinnerlichte, lässt sich schwer beurteilen. An der Premiere am 5. Dezember 1919 im kurz vorher von der Ufa erworbenen Tauentzien-Palast hatten neben Mia und Joe May, auch Karl Figdor und Henry Sze teilgenommen.[31] Um dem Film den richtigen Rahmen zu verleihen, verteilten im Vorraum ein Dutzend in bunte Seide gekleidete und lang bezopfte Chinesen „mit ihrem höflichen ewigen Lächeln“ das Programmheft.[32] Trotz der erfolgreichen Proteste des chinesischen Studentenvereins entwickelte sich die Filmreihe in Deutschland und ganz Europa zu einem kommerzieller Erfolg.[33] Nur in den USA war sie ein Flop.

 


Die Redaktion des Textes wurde nach Dagmar Yu-Dembskis Tod von Laura Frey abgeschlossen. Beide arbeiteten zuvor gemeinsam an Ausstellungsrecherchen zu chinesischem Antikolonialismus im Weimarer Berlin.

provided by Charlottenburg-Wilmersdorf

Postkarte mit Außenansicht des Restaurants Tientsin. Museum Charlottenburg-Wilmersdorf

Anschreiben an den deutschen Außenminister, unterzeichnet von Hu Shuhua. Charlottenburg, 8.3.1920. Bundesarchiv, R 901 / 72197, S. 76

„Entschließung“ der Generalversammlung der chinesischen Studenten-Vertretung. Charlottenburg, 8.3.1920. Bundesarchiv, R 901 / 72197, S. 78

Plakat des dritten Teils der Filmreihe Die Herrin der Welt, 1920. bpk / Deutsches Historisches Museum / Indra Desnica

Dagmar Yu-Dembski

ORT

Kantstraße 130b/131

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Kantstraße 130b/131

Zitieren des Artikels

Dagmar Yu-Dembski: Der Protest chinesischer Studenten gegen den Film Die Herrin der Welt. In: Kolonialismus begegnen. Dezentrale Perspektiven auf die Berliner Stadtgeschichte. URL: https://kolonialismus-begegnen.de/geschichten/herrin-der-welt/ (09.02.2024).

Literatur & Quellen

[1] Sch., A. F.: Im chinesischen Restaurant. Herr Wen und seine Gäste. In: Berliner Tageblatt. 05.06.1925. Vgl. auch Yü-Dembski, Dagmar: China in Berlin, 1918-1933. Von chinesischem Alltag und deutscher Chinabegeisterung. In: Kuo Heng-yü (Hg.): Berlin und China. Dreihundert Jahre wechselvoller Beziehungen. Berlin: 1987. Colloquium Verlag. S. 117-130. Hier: S. 122-123.

[2] Vgl. Liang Hsi-Huey: The Sino-German Connection. Alexander von Falkenhausen between China and Germany 1900-1941. Amsterdam: 1978. Van Gorcum. S. 26.

[3] Vgl. Harnisch, Thomas: Chinesische Studenten in Deutschland. Geschichte und Wirkung ihrer Studienaufenthalte in den Jahren von 1860 bis 1945. Hamburg: 1999. Institut für Asienkunde. S. 94.

[4] Vgl. Gütinger, Erich: Die Geschichte der Chinesen in Deutschland. Ein Überblick über die ersten 100 Jahre seit 1822. Münster: 2004. Waxmann Verlag. S. 220; Liang 1978: S. 31.

[5] Zitiert nach Nagl, Tobias: Die unheimliche Maschine. Rasse und Repräsentation im Weimarer Kino. München: 2009. Edition Text und Kritik. S. 130.

[6] Vgl. Liang 1978: S. 23 ff.

[7] Nagl 2009: S. 130.

[8] Sch., A. F.: Im chinesischen Restaurant. Herr Wen und seine Gäste. In: Berliner Tageblatt. 05.06.1925.

[9] China in Berlin. Händler und Studenten. 1928. Ausschnittsammlung im Landesarchiv Berlin.

[10] Vgl. Harting, Angela: Das „Chinahaus“ am Kurfürstendamm. In: Der Bär von Berlin. Jahrbuch des Vereins für die Geschichte Berlins. Berlin: 2001. S. 51-74. Hier: S. 58.

[11] Yen W. W.: East-West Kaleidoscope, 1877-1946. An Autobiography. New York: 1974. St. John’s University Press. S. 84. Zitiert nach Harting 2001: S. 60.

[12] Vgl. Liang 1978: S. 37; Zeitungsartikel Chinesen gegen China-Abend. In: Vossische Zeitung. 21.02.1926.

[13] Vgl. Nagl 2009: S. 138.

[14] Vgl. Harnisch 1999: S. 191-195.

[15] Vgl. Stefanie Hetze: Von Mr. Wu und Nang-ping zu Ulun Iga – China und Chinesen im deutschen Film. In: Gransow, Bettina/Leutner, Mechthild (Hg.): China: Nähe und Ferne. Zum 60. Geburtstag von Kuo Heng-yü. Frankfurt am Main: 1989. Peter Lang. S. 307-336. Hier: S. 314f.

[16] Toeplitz, Jerzy: Geschichte des Films. Band 1, 1895-1928. Berlin/DDR: 1972. Henschel. S. 212. Zitiert nach Hetze 1989: S.314-315.

[17] Zitiert nach Hetze 1989: S. 317.

[18] Zitiert nach Nagl 2009: S. 56. Der Autor bezieht sich hier auf einen Artikel in der Neuen Berliner Zeitung vom 06.12.1919.

[19] Vgl. ebd.: S. 59.

[20] Zitiert nach Hetze 1989: S. 318.

[21] Vgl. ebd.

[22] Zitiert nach Hetze 1989: S. 318.

[23] Vgl. ebd.: S. 318.

[24] Linde, Max: Film und auswärtige Politik. In: Ostasiatische Rundschau. 1.2. 15.02.1920. S. 18.

[25] Ebd.

[26] Vgl. Nagl 2009: S. 132.

[27] Akten Herrin der Welt, 19.01.1920. Bundesarchiv R 901/72197. Bl. 1-229.

[28] Zitiert nach Nagl 2009: S. 138.

[29] Ebd.

[30] Vgl. ebd.: S. 142.

[31] Vgl. ebd.: S. 132.

[32] Vgl. ebd.: S. 113.

[33] Vgl. Hetze 1989: S. 320.

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